Hüpfend geht die Welt zu Grunde.

Für dieses, ja letzte, Semester habe ich mir eine Kleinigkeit vorgenommen. Es ist nun so, dass es nicht immer leicht ist, während dieses Studiums, aber vor allem während der Theoriesemester, einen klaren Kopf zu bewahren. Leider viel zu oft kommt es vor, dass etwas nicht rund läuft und die Laune schnell im Keller ist.

Das kann durch Mails von Kommilitonen sein, durch Informationen der Studiengangsleitung oder des Sekretariats, durch die Dozenten und/oder ihre Vorlesung, durch zusätzliche Aufwände wie Referate, Ausarbeitungen und Projekte, durch die Organisation der Hochschule oder ganz einfach durch die Stimmung im Kurs und der Kommilitonen.

Im vierten Semester war es ziemlich schlimm. Aber auch sonst sind so die vorherrschenden Gefühle im Kurs gegenüber dem Studium und der DHBW geprägt durch Resignation, Unverständnis, teilweise Wut, Bedauern oder irgendwann einfach nur noch Gleichgültigkeit. Wann ist es endlich vorbei?

Nun habe ich mich in den letzten Semestern schon mehr als genug geärgert, mehr als einmal an den Kopf gefasst, mir öfter die Stimmung vermiesen lassen und letztendlich nicht immer eine gute Zeit gehabt. Und das will ich ändern. Ich habe einfach keine Lust mehr, dass durch solche Dinge meine Laune und meine restliche Studienzeit nur noch schlecht ist.

Da ich weder das Studium, die Hochschule, die Dozenten oder Vorlesungen, noch die Kommilitonen ändern kann; muss ich bei mir ansetzen. Immer wenn ich merke, dass meine Stimmung in den Keller geht, möchte ich versuchen dies bewusst zu ändern. An was Schönes denken und einfach gute Laune haben. Mich an den „kleinen Dingen“ erfreuen. Ich weiß, das ist nicht unbedingt einfach. Aber oft genug ärgert man sich über so oberflächliche und unwichtige Dinge, die es gar nicht wert sind. Wenn es geht, möchte ich lächeln und gut drauf sein. Das äußert sich dann vielleicht auch darin, dass ich wie ein Flummi dumm rumhüpfe oder komische Geräusche mache; aber dass ich ’nen Knall habe, sollte inzwischen hinlänglich bekannt sein und niemanden mehr wundern.

Ich möchte mich dabei nicht verstellen. Wenn es mir schlecht geht, dann ist das halt so. Kommt ja auch mal vor. Auch will ich nichts ins Lächerliche ziehen oder nicht mehr ernst nehmen. Es geht einfach um meine eigene Einstellung gegenüber den Dingen und der Welt so im Allgemeinen.

Von Hause aus bin ich ja eher weniger so der Optimist und Flummi. Ich weiß nicht, wie und ob ich das alles so hinbekomme, wie ich es hoffe. Sicherlich wird es auch dieses Semester wieder Tage geben, an denen ich alles hinschmeißen, schreiend aus dem Raum rennen und mich in einer Ecke verkrümeln oder unter der Bettdecke verstecken will. Doch das kann’s ja auch nicht sein, immer schlechte Laune schieben. Ich weiß, das ist jetzt nicht die große Erkenntnis schlechthin. Aber hey, wenigstens habe ich sie. Das kam einerseits durch mich selbst, doch andererseits – und wahrscheinlich zu einem größeren Anteil – durch verschiedenen Leute. Negativbeispiele, die mir zeigen, wie ich selbst nie sein will und mich dadurch abschrecken. Aber auch Positivbeispiele, wie ein Kommilitone, der gefühlt immer gute Laune hat; eine quasi-Kommilitonin, die sich scheinbar durch nichts so schnell abschrecken lässt; oder eine neue Bekannte, die imho auch eine sehr positive Sicht auf die Welt hat.

Das finde ich schön. Das möchte ich auch!

Advertisements

2 Gedanken zu „Hüpfend geht die Welt zu Grunde.

  1. Miss Ping sagt:

    Also ehrlich, gerade habe ich es geschafft, deine BlogAdresse exakt richtig einzutippen im ersten Anlauf und schon zweifel ich wieder an mir selber! Da hast du doch ein neues Design! 😀 (Jaja, hab bei Twitter gecheckt, dass das echt noch du bist ;))
    Fröhlich sein kann auch sehr schwierig und anstrengend sein. Eine schöne Übung ist es, sich jeden Tag einfach mal vor den Spiegel zu stellen und zu lächeln. (Beim Zähneputzen übrigens eine wirklich amüsante Aktion!) Manche lernen lachen, um in sich fröhlicher zu sein. Die Grundtendenz ist dieselbe. Wenn man sich einmal angewöhnt hat zu lächeln, dann fällt es einem immer leichter. Und das Lächeln wandert von außen nach innen. (Meine Güte, klingt das esoterisch! Ist aber ehrlich gemeint.)

    • miko sagt:

      Ja, ich habe ein bisschen umgestaltet hier. 😉

      Beim Zähneputzen lächeln, stell ich mir ein bisschen schwierig vor. Da geht bestimmt was daneben. 😀
      Esoterisch oder nicht. Ich denke, dass du Recht hast. Mal sehen, wie es so wird in den nächsten Monaten. 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: