Eine reparaturbedürftige Senseo…

Irgendwann hatte ich hier ja bereits erwähnt, dass meine Senseo vor ein paar Wochen den Geist aufgegeben hat. Das war zu der Zeit einerseits nicht so sehr dramatisch, da ich a) auf der Arbeit sehr guten Kaffee bekommen konnte und wir b) zur Not noch eine Kaffeemaschine im Haushalt hatten. Andererseits hatte ich die Rechnung nicht zur Hand, so dass eine Anfrage beim Service nicht viel gebracht hätte.

Nun bin ich aber wieder zurück, muss jeden Tag pünktlich in der Vorlesung sein, wo es absolut keinen guten Kaffee gibt. Die Rechnung habe ich damals, genauso wie den Garantieschein, ordentlich abgeheftet. Alles bereit, um mich um die Reparatur zu kümmern.

Als ich beschloss mir eine Kaffeemaschine zu kaufen, habe ich lange überlegt, was es werden soll. Eine normale Kaffeemaschine ist für mich nicht sinnvoll, da ich morgens maximal eine Tasse Kaffee und vielleicht einen kleinen Kaffee zum Mitnehmen mache. Und das muss schnell gehen, da ich eh chronisch zu spät bin. Meine Eltern besaßen damals noch eine Tassimo, die habe ich auch noch kennengelernt. Mit den T-Discs war mir das aber irgendwie zu unpraktisch und teuer. Die gibt’s ja nur von Tassimo. Während einer Praxisphase auf der Arbeit konnte ich die Abteilungseigene Senseo mitbenutzen. Das war auch noch so ein schickes, rotes Design-Sondermodell. Fand ich gut. Nach Testberichten, Vergleichen und Rezensionen hat sie mehr überzeugt als ähnliche Konkurrenten. Die Kaffeepads gibt’s ja auch von verschiedenen Herstellern. Für mich hat sich nach einigem Ausprobieren aber der „echte“ Senseo-Kaffee (mild) als Favorit herausgestellt. Online hat man auch Sparpakete zu annehmbaren Preisen bekommen. (Der Caramell-Macchiato und die heiße Schokolade sind übrigens auch sehr gut!)

Wie man vielleicht merkt, hat mich die Senseo voll überzeugt und ich habe sie immer mal wieder mehr oder weniger intensiv genutzt. Auch wenn der Senseo-Kaffee keine Barista-Qualität hat, reicht es für mich allemal. 😉 Wegen der schlechten Wasserqualität hier, gab’s auch regelmäßig einen Entkalkungs- und Säuberungsvorgang. Sie sollte ja lange halten. Und nun Pustekuchen.

Was genau meine arme Senseo hat, weiß ich nicht. Sie hat von heute auf morgen aufgehört zu arbeiten. Zwar ging sie an, aber sobald der mit Wasser gefüllte Wassertank an seinem Platz war, ging sie auch schon wieder aus. Nicht mal anfangen aufzuheizen wollte sie. Das Internet wusste da auch keinen Rat.

Nun gut, also habe ich erstmal bei amazon geguckt, was die empfehlen, denn dort habe ich das gute Stück im September 2010 gekauft. Amazon empfiehlt den Hersteller zu kontaktieren. Das war mir schon fast klar. Noch mal vier bis sechs Wochen mag ich nicht auf meinen Kaffee verzichten.

Also habe ich die zunächst kostenlose Servicehotline von Philips angerufen. Die ist nur scheinbar nicht für mobile Anrufer gedacht. (Hier im Wohnheim habe ich keinen Festnetzanschluss und bin so auf mein Handy angewiesen.) Da gab’s eine andere Nummer, die laut Ansage „bis zu 42 Cent/min“ kosten sollte. Fand ich irgendwie nicht so toll, aber gut, was bleibt mir für eine Wahl. Nach ein bisschen Computerstimme, „… dann wählen Sie jetzt die 3“ und etwas Party-Mukke in der Warteschleife wurde ich mit einem (wirklich netten) Servicemitarbeiter verbunden.

Der hat mich nun ein paar Dinge gefragt. Was genau das Problem sei. Ob ich es an einer anderen Steckdose probiert hätte (irgendwas mit Stromkreis) – „Ja, habe ich. Sogar in zwei verschiedenen Wohnungen.“ Ob ich regelmäßig entkalkt und gesäubert hätte – „Selbstverständlich.“ Und dann meinte er, dass wohl nichts anderes als eine Überprüfung in der Reparaturwerkstatt in Frage kommt. Leider, oder zum Glück. Das sind schließlich die Profis.

Also habe ich alle meine Daten angegeben und eine Portomarke sowie einen Reparaturbegleitschein und weitere Anweisungen für die Versendung bekommen. Yay, dachte ich mir. Das war einfach. Das Gespräch dauerte etwas über zehn Minuten, mal sehen, was meine Handyrechnung am Ende des Monats sagt.

Nun ging es darum, meine Gute reisefertig zu machen. Den Originalkarton habe ich aus Platzgründen beizeiten entsorgt und entsprechend auch keinen genügend großen zur Hand gehabt. Das Problem ließ sich allerdings recht schnell lösen. Eigentlich wollte ich zum Discounter um die Ecke und fragen, ob die einen Karton für mich hätten. Auf dem Weg nach unten dachte ich mir, ich schau mal in unsere Papiermülltonne. Vielleicht hat ja einer der vielen Bewohner dieses Studentenwohnheims was Passendes entsorgt. War auch so. Supi. Mit ganz viel zerknäulten Werbeprospekten, die sich über die letzten vier Monate in meinem Briefkasten angesammelt hatten, konnte ich alles gut auspolstern. (Ob ich das alles genauso verpackt wieder bekomme? :D) Reparaturbegleitschein und Rechnungskopie noch mit in den Karton, alles zugeklebt, Versandmarke und „Vorsicht zerbrechlich!“-Schild raufgepappt und ab zur Post damit.

In zehn Werktagen soll sie wieder bei mir sein. Ich hoffe, dass es kein allzu schwerwiegendes Problem ist und es sich schnell und leicht lösen lässt. Ich will endlich wieder Kaffee! 😀

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Ein Gedanke zu „Eine reparaturbedürftige Senseo…

  1. […] Meine Senseo ist wieder da. […]

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