Unterwegs im Technoseum.

Am Wochenende war ich mit einem Kommilitonen im hiesigen Landesmuseum für Technik und Arbeit, kurz Technoseum.
Vor zwei Jahren war ich dort mit meiner Ma schon einmal, doch es gibt jedes Mal Neues zu entdecken.
Das schöne am Technoseum ist, dass es neben klassischen Ausstellungen (bspw. zur Papier-, Plastik- und Stoffherstellung) die sogenannten Elementa-Ausstellungen hat.
Bei den Elementas kann man die Wissenschaften aber auch Alltäglichkeiten mit vielen kleinen Experimenten spielerisch ausprobieren. Das geht los mit einem ganz einfachen Flaschenzug bis hin zur Induktion und Leitungsfähigkeit von verschiedenen Materialen.
Klar für uns „Große“ ist das alles nichts Besonderes, doch es ist immer wieder lustig verschiedene Dinge auszuprobieren. Unglaublich wie viel man vergisst. Und irgendwann macht’s Pling!, „Ach ja, das hatte ich auch mal in der Schule.“

Die Elementa 1 beschäftigte sich unter anderem mit der Optik. Dabei gab es dann Dinge, wie beispielsweise dieses hier:

spiegel.jpeg
Auf dem ersten Teil des Blattes gab es ein normales quadratisches „Schachbrett“, auf dem man ein Bild malen konnte. Die ausgemalten Felder nun noch in das gebogene System übertragen und das Bild wird erst im Spiegelzylinder, den man in die Mitte stellt, sichtbar. Na, was hab ich da wohl gemalt? 😀
Besser und vor allem beeindruckender waren natürlich die dort vorhandenen Beispiele von verschiedenen Kunstwerken. Es ist irgendwie schon beeindruckend, wie aus dem verzerrten Bild etwas richtiges entsteht, indem man es über einen Spiegel betrachtet.

SDC12529.JPG SDC12535.JPG SDC12531.JPG SDC12542.JPG SDC12532.JPG unendlich.jpeg
Es gab viel zu entdecken, wir haben Brücken gebaut aus Stäben und Holzklötzen, die einfach durch geschicktes Verbinden und Bauen ohne zusätzliche Hilfsmittel halten. Sterne entdecken, einen Heißluftballon steigen lassen. Nachrichten per Morsecode und Rohrpost übertragen. Funktionen erlaufen und Rätsel lösen.
Es war schon sehr lustig 🙂
Außerdem konnten wir uns noch „Die Sammlung. 1001 Objekte zum Hören und Sehen“ anschauen, wo viele alte Geräte ausgestellt wurden. Fernseher, Kameras, Projektoren, Radios. Wie sich das alles verändert hat bis heute. Da gab’s dann auch noch einen alten Promo-Film aus den 70ern zu sehen, als hier in der Stadt alles für die Gartenschau vorbereitet wurde. Ich find’s ja sehr schade, dass sie die Schwebebahn wieder abgebaut haben.
energiewelt.jpegNeu ist seit diesem Jahr die Elementa 3 im Keller des Technoseums. Dort geht es vor allem um die Zukunft, Energie und Nachhaltigkeit, aber auch um zukünftige Technologien. In meiner Energiewelt braucht man wohl 3.618W – damit bin ich dann wohl an dem Ziel von 2000W vorbei. Ob sich die Welt in den nächsten Jahren entsprechend verändern wird, hängt ja zum Glück nicht von mir und meinen offensichtlich schlechten energie-planerischen Fähigkeiten ab 😉
Besonders interessant war für uns natürlich die dynamische Werksgestaltung und die Roboter, die Mühle spielen oder aus Würfeln vorgegebene Muster legen. Zu sehr ins Detail ist die Ausstellung dann nicht gegangen, da ja die Zielgruppe vor allem Kinder und Jugendliche sind.
Wirklich beeindruckt hat mich übrigens das Ferrofluid bzw. die Struktur, die durch die Einwirkung eines Magneten entsteht.
Alles in allem haben wir fast fünf Stunden dort verbracht. Irgendwie dauert das dann doch immer länger als geplant. Interessant und lustig war’s. Museen sind ja gar nicht so verstaubt, wie ihr Ruf oftmals ist. Und bei dem nicht wirklich sommerlichen Wetter, das hier am Wochenende herrschte, war das die optimale Unternehmung 🙂

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