I do not know why the mind chooses these small things to break itself on.

Mein Zimmer ist immer noch so, wie damals und gerade jetzt sitze ich in meinem schönen großen Bett und betrachte ab und an die Überbleibsel von einer anderen Zeit.
Irgendwie ist es ein komisches Gefühl… da sind Bilder von Leuten, von denen ich schon Ewigkeiten nichts mehr gehört habe; Bücher, die ich zu Schulzeiten gelesen habe und all die anderen Kleinigkeiten, die nicht mit umgezogen sind.

Das habe ich am Donnerstagabend an einen Freund geschrieben. Irgendwie ist der Besuch dieses mal sehr vergangenheitslastig. Dabei sind es nicht mal nur Erinnerungen an die längst vergangene (Schul-) Zeit, sondern auch aktuellere Ereignisse, die sich mir ins Gedächtnis rufen.

Gestern Vormittag bin ich bei den Eltern meines Ex-Freundes gewesen – ich musste noch ein paar Dinge zurückgeben. Das komische daran war, dass es gar nicht komisch war. Der Weg, den ich in- und auswendig kenne, die Straße, das Haus. Es ist alles so vertraut. Wie viel Zeit ich damals dort verbracht habe. Es war okay, dass ich da war. Aber ich weiß, auch wenn ich mich immer gut mit ihnen verstanden habe, dass das sehr wahrscheinlich das letzte Mal gewesen ist, dass wir uns gesehen haben. Am Ende ist es eben doch ein Ende.

Auf dem Rückweg bin ich bei dem Haus der Eltern meines besten Freundes vorbeigekommen. Leider hat es nicht geklappt, dass wir uns dieses Wochenende sehen. Auch schon wieder viel zu lange her.
Es ist schon komisch, das mit der Sehnsucht. Egal wie lange du einen Menschen kennst, das können Jahre, Monate oder nur ein paar Wochen sein, vermissen kannst du ihn trotzdem – und wie.

Wie gestern, als ich beim Aufräumen im Gästezimmer war. Zum letzten Jahreswechsel haben dort zwei Freunde von mir übernachtet. Und mich hat wieder der Gedanke beschlichen – wie schon am Dienstag, als ich das Foto vom Konzert im Frühjahr in den Rahmen geklebt habe – dass ich schon eine ganze Weile nichts von den beiden gehört habe. Es ist mal wieder Zeit.

Und gestern Abend, da kam ich mir wieder vor wie siebzehn. Ich habe an meinem alten Schreibtisch gesessen, einen Collegeblock herausgekramt und versucht einen Brief zu schreiben. Meine Gedanken und Gefühle kann ich heute wie damals nicht richtig zu Papier bringen. Vielleicht auch, weil es eben doch nur diese eine Sache zu sagen gibt, für die man nicht viele Worte sondern nur einen Satz braucht.

Meine Ma hat mich gefragt, ob ich zufrieden bin. Ja, schon. Habe ich geantwortet. Denn so ist es ja. Ich bin eigentlich ganz zufrieden, mit mir und meinem Leben und was ich daraus so mache. Sicherlich gibt es das Ein oder Andere, das noch etwas Verbesserungspotenzial hat, aber im Großen und Ganzen bin ich mit mir im Reinen. Doch hin und wieder denke ich mir dann doch, dass etwas fehlt. Jemand. Ein Jemand für’s Herz. Aber vielleicht ist das auch die verkappte Romantikerin in mir, ich bin da ja inzwischen eher Realist.

Was mir allerdings in letzter Zeit auffällt: Dass die Menschen zu viel reden. Sie würden gern dies und jenes tun. Sie träumen, aber machen nicht. Ich frage mich, warum? Was hält euch auf? Es ist nicht verkehrt zu träumen, aber noch besser ist es zu leben!

Wovon ich träume?
Von einem schönen Morgen im April.

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