Papierkorb entleeren.

Ich habe es höchstwahrscheinlich schon das ein oder andere mal erwähnt, dass ich keinen ausgeprägten Ordnungssinn habe.
Bei mir liegt Zeug in der Gegend rum, Bücher stehen nicht immer sofort wieder im Regal, mein Bett mache ich nicht nach dem Aufstehen und – auch wenn es mir meine Oma seit ich denken kann sagt – lege ich meine Sachen abends nicht ordentlich zusammen. Das ist okay. Ich komme klar in meinem Chaos. Und so lange wie ich mich noch wohl fühle, ist alles schick.
Hin und wieder räume ich natürlich auf. Wenn Besuch kommt zum Beispiel. Oder es einfach mal wieder sein muss.
Doch, was mir in letzter Zeit auffällt, dass ich immer mal ein paar Minuten habe, in denen ich einfach so anfange für etwas Ordnung zu sorgen. Immer dann, wenn ich gerade mit meinen Gedanken irgendwo anecke und nicht weiter komme. Es tut ganz gut. Die einfachen, immer wiederkehrenden Handgriffe beim Spülen zum Beispiel. Und meistens, wenn ich dann etwas physische Ordnung geschaffen habe, sind auch meine Gedanken aus ihrer Sackgasse wieder herausgekommen, haben eingeparkt oder können neue Wege gehen.
Das alles ist nichts neues. Mir passiert es derzeit nur vermehrt, sodass ich es bewusst wahrgenommen habe. Wie gesagt, normalerweise räume ich nicht jeden zweiten Tag auf.

Und nun sitze ich an diesem Schreibtisch. So groß und weiß, entstaubt, entzettelt. Gerade habe ich mir noch eine Tasse Tee gemacht und werde mir meinen Praxisbericht noch einmal zu Gemüte führen, damit er morgen auf dem Tisch von meinem Betreuer landen kann.

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