Ein Vorstellungstermin: Mein Kiefer und der Chirurg

Is‘ ett nich‘ scheen?

Gestern Vormittag hatte ich nun den sogenannten Vorstellungstermin. Beim Kieferchirurgen. Wegen meiner Weisheitszähne. Also, nett war er ja, der Kieferchirurg, da kann ich nix sagen. Doch die ganzen Horrorgeschichten über Eventualitäten hätte er sich auch sparen können. Risikoaufklärung. Nervreizung, Kieferbruch, Durchbruch zur Kieferhöhle. Pfui, das hört sich schon widerlich an. Ich könne auch den Eingriff ablehnen. Na sicher. Jedenfalls ist es durchaus gerechtfertigt, dass alle vier auf einmal herauskommen. Man sieht sie ja auch schon, bis auf den links unten. Normalerweise machen sie wohl 2×2, aber ehrlich: Wer tut sich das denn zwei Mal an?

Von den Kollegen habe ich noch gute Ratschläge mitbekommen. Immer kühlen, auch wenn es noch betäubt ist und hinsetzen, bloß nicht hinlegen, sonst sammelt sich das Blut. Oh je. Anschwellen wird’s so oder so. Aber als Vorbeugung darf ich ab Donnerstag ein Ananasenzym einnehmen, dass soll wohl helfen. Meinen iPod darf ich mitbringen und Musik hören währenddessen. Dauert wohl nur 30 bis 45 Minuten. Vorschläge für die ultimative OP-Playlist? 🙂

Eigentlich merke ich ja wohl eh nichts. Lokale Betäubung – nix Narkose – und vorher etwas Vereisungsspray, oder so. Die Betäubung vor der Betäubung hat er so schön gesagt. Damit ich von der Spritze nichts mit bekomme – finde ich sehr nett. Ja, ja. Lediglich wenn der Zahn jeweils raus kommt, soll es wohl etwas drücken. Na, ich lass mich überraschen.

Letztendlich kann ich ja eh nichts machen. Raus müssen sie so oder so und mein Gebiss ist dann trotzdem noch vollständig. Der gesunde Kiefer, habe ich mir erklären lassen, hat nämlich heutzutage nur 28 Zähne und nicht 32 wie früher. Heute müssen wir ja nicht mehr rohes Fleisch essen, wie die Neandertaler. Für uns gibt es Formfleisch und Dosengemüse. Das ist keine Herausforderung mehr für unsere Beißerchen.

Geröntgt wurde noch einmal, das Frau Doktor es nicht hinbekommen hat, dieses dumme Röntgenbild zu mailen.

Also, nächsten Freitag um 9 Uhr geht’s los. Eine halbe Stunde vorher darf ich noch eine Beruhigungstablette nehmen. Nice. Und um zehn sollte schon wieder alles vorbei sein. Eine Woche Krankschreibung und Anfang November kann ich wieder auf Arbeit gehen – das sei realistisch.

„Letztendlich sind’s ja auch nur Zähne“, sagt Herr Doktor B.

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Ein Gedanke zu „Ein Vorstellungstermin: Mein Kiefer und der Chirurg

  1. Kampfgurke sagt:

    Na ich empfehle dir Songs zu wählen, wo du nicht unbedingt mitsingen musst! ;D
    Hab mir damals auch son Kopf gemacht, wie du im Moment. Is aber ganz easy! Keine Bange.

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