Nichts zu sagen.

Ein komisches Gefühl. Es breitet sich aus. Ganz langsam nur. Und jetzt, wo ich es fühle, ist es fast schon zu spät. Zu spät bemerke ich, dass etwas ist. Irgendetwas ist da in mir. Ein Gefühl, ein Gedanke, ein Etwas.

Lächeln fällt mir schwer im Moment. Ich fühle mich allein. Auch unter Menschen. Unausgesprochen sind Gedanken. Gelöscht die Sätze aus Mails, SMS, Tweets, Posts. Sie kommen mir sinnlos vor. Sinnlos, leer, nichts sagend. So wie ich. Sinnlos, leer, nichts sagend. Sumpf, stupide, dumm. Früher dachte ich mal, ich wäre gut. Heute – höchstens Mittelmaß. 
Wo bin ich geblieben? Was ist aus mir geworden?
Nicht mehr ich, die mich dort morgens im Spiegel ansieht. Nicht mehr ich, die mit den Kollegen scherzt. Aufgesetzt, unecht, unglaubwürdig. Ich, die versucht ihr Leben so koordinieren. Die verzweifelt versucht in ihr Innerstes zu blicken. Ihr Innerstes, das schon vor so vielen Jahren verloren gegangen ist. Das schon vor so vielen Jahren mal auf die Couch hätte gehört. Das, was kaum einer kennt. Der, dem ich vertraute, verloren. Verloren geglaubt. Ruf ihn an. Schreibe ihm. Sage ich mir. Keine Zeit. Keine Worte. Ich muss schlafen. Ich muss zur Arbeit. Ich muss. Muss, muss, muss.
Kann nicht. Will nicht.
Will nur weg. Weg, weg, weg. Wieder ich sein.
Einfach ich.
Doch wer bin ich eigentlich?

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