Informatik.

Die Entscheidung für ein Studium respektive einen bestimmten Studiengang sagt ja in den meisten Fällen etwas über einen aus. Man macht sich ja normalerweise schon ein paar Gedanken darüber, was man kann und was man lieber bleiben lassen will, weil es schon in der Schule nicht gut geklappt hat. Dementsprechend wird ein Studiengang gewählt, der Erfolg und auch wenigstens ein Minimum an „Spaß“ verspricht.

Jeder Mensch ist anders, deswegen gibt es ja auch so viele verschiedene Dinge, die man bis ins Kleinste studieren kann, wenn man denn möchte.
Ich für meinen Teil kann mit Politikwissenschaften (Schule) oder BWL (Uni) nicht viel anfangen. Da reicht dann irgendwann mein Verständnis nicht mehr aus. Ganz davon abgesehen, dass ich kein Auswendiglerner sondern Anwender bin. Da ist’s ja schon erstmal gruselig, wenn hier jeder zweite im Wohnheim BWL oder VWL studiert und die sich dann im Wohnzimmer über Makro- und Mikro… (ja was eigentlich?) unterhalten.
Und weil ich das nicht kann, dachte ich, dass ich mit meinem Studiengang ganz gut bedient bin.
Angewandte Informatik. Klingt erst mal hochtrabend, aber – um es mit den Worten meines Vaters herunterzubrechen – wird man dabei „nur“ ein Bit- und Byte-Verbieger.
Wenn’s denn mal so wäre. Ich dumme Nuss muss ja unbedingt ein duales Studium machen. Und weil sie uns dort zu den „Führungskräften der neuen Generation“ heran züchten wollen, dürfen wir natürlich auch unseren „Horizont erweitern“ und uns nicht nur mit der klassischen Informatik mit ihren schönen Algorithmen und Programmierungen beschäftigen.
Das Grauen hat mich wieder eingeholt: BWL. Furchtbar!
Absolut nicht meins. Nada. Niente. Non. Nö, will ich nicht.
Aber das ist ja noch nicht alles. Weil wir ja so toll führen sollen in Zukunft durften wir eine bedeutungsschwanger klingende Vorlesung namens „Intercultural Communication“ wahrnehmen.
Da gab’s dann Spielerchen zu Teambuilding und Verhandlungen. Damit die Theorie nicht fehlt haben wir Hoefstedes und Halls Cultural Definitions (fragt nicht, wollt ihr nicht wissen) sowie die Kompetenzen für ein International Team gehört. Das Ganze natürlich auch noch in Englisch. Und auch wenn das alles ja schön und gut und möglicherweise auch interessant ist, hat das für mich einfach mal überhaupt nichts mit Informatik zu tun. Nichts. Nada. Niente. Non. Zum Zweiten.
Jetzt muss ich den ganzen Rotz auswendig lernen, weil wir morgen eine Klausur – ja, eine Klausur!! – darüber schreiben.
Und ich raff das einfach nicht. Das Zeug verklebt mir nur mein Hirn und wabert mir dann, wenn ich mich in der AlgoDat-Klausur auf Sorts und Graphen konzentrieren will, durch die Gedanken.
Na, fein.
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