Generation Träge?

So viel Gerede über die Generation Facebook, Generation 2.0 oder Generation Doof.
Da muss ich mich doch glatt mal einreihen. Leider.

Wie immer, ohne über einen Kamm scheren zu wollen.
Es gibt natürlich Leute, die diesem Bild nicht entsprechen, das zeigt sich mir auch ab und an mal.
Nur leider viel zu selten…

Aus aktuellem Anlass schmeiße ich den Slogan „Generation Träge“ in den virtuellen Raum.

Ich habe das Gefühl, dass wir zu träge, lustlos, entscheidungsunfreudig, unspontan (?) sind.
Zu viel hätte, könnte, sollte, würde statt habe, kann, soll, mache.

Heute Nachmittag. IT-JourFix. Alle – sage und schreibe – sechs derzeit in der Firma anwesenden (von acht) IT-Auszubildenen bzw. IT-Studenten, sowie unser betrieblicher Betreuer setzen sich um einen runden Tisch. Tatsächlich rund, allerdings zwei. Einmal im Monat treffen wir uns zum netten Plausch. Eingeführt in der letzten Praxisphase. Damit man mal mitbekommt, was die anderen so machen und – überhaupt. Jane, is klar. „Eröffnung“ und Verlesung der TOPs durch mich. Nummer 1: Aktueller Praxiseinsatz. Wer möchte was sagen? …. *zirp* … *pling* … Stille. „Joa, läuft.“ Super. Richtig informativ Jungs! „Interessiert doch eh keinen.“ Toll. Also weiter, Nummer zwei: Abschlussarbeiten Jahrgang ’07. Stille…. *raschel* … *räusper* … „Läuft.“ – Aha.
Wieso machen wir diese Treffen noch mal?
Echt ätzend. Keiner lässt sich dazu herab mal was zu sagen. Alle wollen’s machen, aber keiner macht’s.

Fallbeispiel numero zwo. Anfang des nächsten Theoriesemesters steht ein „ProgrammierCamp“ an. Zwei Tage. Fünfer-Teams. Eine Programmieraufgabe in C. Als Testat. Die Teams sollen gemischt sein, aus jedem Kurs zwei bzw. drei Leute. So viel hatten wir mit dem Parallelkurs noch nicht zu tun, aber man soll sich ja kennenlernen. Newa. Also, StudiVZ-Gruppe eingerichtet, alle eingeladen, Thema eröffnet. — Keine Antworten.
Na, ok. StudiVZ, guckt man nicht jeden Tag rein, sind auch nicht alle angemeldet. Eine Woche vergeht. Camp rückt näher. Keine Reaktion. Also, schreibt man eine Mail an beide Kursverteiler – sie hat ca. 50 Leute erreicht darüber. Und? — Keine Antworten.
Alles sagen: „Ja, klar. Treffen. Cool. Dann lernt man sich mal kennen.“ Aber Nägel mit Köpfen macht keiner. Alle reden, keiner tut’s. Schlägt man einen Termin vor, meldet sich niemand. Einer macht und alle gucken zu.

Ich finde das so nervig.
Das waren jetzt nur zwei explizite Beispiele. Aber so oder so ähnlich passiert es doch ständig. Und immer kommen irgendwelche Treffen oder Gelegenheiten nicht zu Stande, weil man… was? … zu faul, feige, lustlos ist, um sich drum zu kümmern.
Und wenn mal was passiert, dann sind es immer die gleichen Leute, die es initiieren. Irgendwann hat man auch echt keine Lust mehr.

Ich glaube, die Leute sind zu sehr verwöhnt. Von ihrem Fernseher und ihrem Computer und ihrem zu Hause. Dort werden sie doch beschäftigt. Dort können sie doch Kontakte „pflegen“.
Ja, klar… wenn man das Düngen von Nachbar’s virtuellem Garten als ausreichend und befriedigend empfindet?
Ich sitze manchmal zu Hause und frage mich, was das alles soll.
Warum sitze ich hier? Weil sich keiner meiner so genannten Kommilitonen oder Freunde oder sonst wer überhaupt mal aufrafft.
Man zeigt Initiative, fragt nach, macht Vorschläge und es kommt: Nichts! Nicht mal heiße Luft.

Fehlt nur noch, dass wir irgendwann zu träge zum Leben sind.

So sieht’s aus.

Punkt. Schluss. Ende. mAus.

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