Daily Archives: 21. Oktober 2010

Auf dem Bahnsteig.

Links und rechts von mir jeweils ein ICE, anfahrend, laut. Zwischendrin Bruchstücke der Ansage: “Achtung Sicherheitshinweis: Bitte lassen Sie ihr Gepäck nicht unbeaufsichtigt!”

Das kenne ich schon. Und jetzt: Ruhe. Auf dem eben noch fast überfüllten Bahnsteigen kaum ein Mensch.

Die sind jetzt schon unterwegs nach Paris und Karlsruhe, Stuttgart oder Berlin. Während ich warten muss. “Wegen einer Stellwerksstörung hat der IC 2114 leider 15 bis 20 Minuten Verspätung”, auch das kenne ich schon.

Auf Gleis 1 gegenüber sammeln sich schon wieder einige Leute. Die S-Bahn fährt gleich los.

Im Halbstundentakt fährt sie. Nach Kaiserslautern. Ein Kommilitone von mir ist damit jeden Tag unterwegs. Im Winter ist sie mal wegen einer Weichenstörung (ha! da haben wir es wieder) den halben Tag nicht gefahren und er saß fest.

Die Lautsprecher knistern, “Der Besitzer des grünen Koffers auf Gleis 1b bitte zu seinem Gepäck!”

Oha, und jetzt gucke ich genauer hin… zwei grüne Männel auf dem Bahnsteig. Gucken in eine Ecke.

Steht da der grüne Koffer? Sie gucken und zucken. Und sprechen in ihre Funkgeräte.

Sollten die inzwischen nicht alle blau sein? Sie laufen hin, sie laufen her. Und ich frage mich nach ein paar Minuten, wer denn in die Bahn einsteigt und einfach seinen Koffer stehen lässt.

Noch mehr Polizisten, eine erneute Durchsage. Was da wohl los ist?

Ich gucke zu wie sich die Leute von dem Standort des Koffers entfernen. Eine S-Bahn fährt ein. Und wieder weg.

Der Bahnsteig fast leer. Die Polizisten stehen immer noch da. Und gucken, funken. Ja, was nun?

“Es fährt ein…” Da kommt mein IC. Ich bin unterwegs. Der Koffer ist mir egal. Jetzt können sie auch den Bahnhof sperren. Ich muss erst heute Abend wieder hierher.

Und wenn nicht. Auch nicht so schlimm.

 

Gunni, die Gans

Jetzt hat sie offiziell einen Namen:

Gunni, die Gans

Ewigkeiten hat’s gedauert, bis ich die Gans, die eigentlich als Geburtstagsgeschenk für meine Mama (im Juni!) gedacht war, zu Ende bringen konnte. Zuletzt habe ich mich geärgert, dass ich am Anfang die Augen schon gesetzt habe. Denn, wie zu sehen, kann Gunni nicht geradeaus gucken. Meiner Ma gefällt’s trotzdem und so liegt Gunni jetzt bei ihm auf dem Nachttisch :)

Kein Meisterwerk, aber süß finde ich sie trotzdem *hihi*

Geschützt: Schlecht geträumt!

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Schlecht geträumt?

Ich sitze im ICE Richtung Heimat. Die Ansage, in ein paar Minuten kommen wir am Hauptbahnhof an. Alles packt und steht und drängelt. Ich bin trotzdem ruhig, mein Papa holt mich ab. Ich schreibe noch eine SMS und da steht der Zug auch schon. Alle steigen aus. Ich stehe noch im Gang. Stelle erstmal meine Reisetasche auf den Bahnsteig und plötzlich geht die Tür vor meiner Nase zu. Sie piepst und piepst und will nicht wieder auf gehen. Ich sehe meine Tasche da stehen und beim Anfahren auch meinen Papa, wie er mich auf dem Bahnsteig sucht. Aber ich bin ja noch im Zug!

Ich rufe ihn an. Papa, ich bin noch im Zug. Ja, das ist meine Tasche, die da steht. Sie sagen, die nächste Station heißt Grünwald. Ich weiß nicht einmal, wo das ist. Kannst du mich abholen? Doch das hört er schon nicht mehr, sein Handy ist ausgegangen – Akku leer.

Panik.

Der Schaffner kommt den Gang entlang und lächelt mich an. Es wirkt grotesk. Der Zug ist leer. Ich bin die einzige Passagierin und sie setzen mich im Grünwald ab. Endstation. Es ist kalt. Der Wind rauscht mir durch die Jacke. Ich friere. Und habe keine Ahnung wo ich bin oder wie ich nach Hause komme. Der nächste Zug? Heute kommt keiner mehr.

 

Und das sagt mir jetzt genau was?

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